Znaim und Retz präsentierten gemeinsam Landesausstellungskonzept

Gespräche auf hoher Ebene:

Der neue Bürgermeister Jan Grois aus Znaim und sein Kollege Helmut Koch aus der Partnerstadt Retz präsentierten kürzlich  in der zuständigen Kulturabteilung des Landes Niederösterreich in St. Pölten ihr grenzüberschreitendes Landesausstellungskonzept für das Jahr 2021. Klar herauskristallisiert hat sich dabei auch die Position der tschechischen Partner. Bgm. Jan Grois: „Wir haben großes Interesse an der Landesausstellung in Znojmo und in Retz. Wir werden unser Möglichstes zum Gelingen des Vorhabens beitragen!“

Der Retzer Bürgermeister Helmut Koch betonte abermals die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit und dass die Landesausstellung zur noch stärkeren Vertiefung der Beziehungen beitragen wird. Begleitet wurde die Delegation von LAgb. Bgm. Richard Hogl und Tourismusvereins-Obmann Reinhold Griebler.

 

Foto: Ing. Zuzana Pastrňáková

 Von li. nach re.: HR Mag. Hermann Dikowitsch (Leiter der Abteilung Kunst und Kultur), Mag. Martin Grüneis (Abteilungsleiter-Stellvertreter), Bgm. Helmut Koch, LAgb. Richard Hogl, Tourismusvereins-Obmann Reinhold Griebler, Bgm. Jan Grois.

 

Arbeitsessen auf höchster Ebene

Botschafterin der Tschechischen Republik traf Verantwortliche des Vereins Retz 2021

Zu einem Arbeitsmittagessen lud vor Kurzem die Botschafterin der Tschechischen Republik in Österreich, JUDr. Ivana Červenková, in die österreichischen Botschaft in Wien. Die Botschafterin zeigte sich begeistert von der Idee einer grenzüberschreitenden Landesausstellung und versprach, für die Austragung in Retz – Znojmo/Znaim im Jahr 2021 “auf politischer Ebene alle Hebel in Bewegung zu setzen”.

Ihre Exzellenz hat in Kürze auch ein erstes Treffen mit Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, in dem sie ebenfalls auf die Bedeutung einer grenzübergreifenden Landesausstellung für die Region hinweisen wird. Botschafterin Červenková: “Ich werde bei dem Gespräch auch die Wichtigkeit der grenzüberschreitenden Kontakte besonders betonen!“

Bgm. Helmut Koch: “Ich bin sehr zuversichtlich, dass unsere gemeinsame Bewerbung für die Austragung der NÖ Landesausstellung 2021 von Erfolg gekrönt ist. Denn die Landesausstellung sehen wir als große Chance für das Retzer und Znaimer Land”!

Bei dem Treffen ebenfalls mit dabei waren Landesrat Pavel Štohl – dieser hat den Termin initiiert – der Znaimer Vizebürgermeister Jahn Blaha und Lukáš David, ebenfalls für die Stadt Znaim.

 

Foto: zVg; von li nach re: Vereinsobmann Bgm. Helmut Koch, Vizebgm. Alfred Kliegl , Botschaftssekretär Joza Vojtech und Botschafterin Ivana Červenková.

 

Grenzenloser Kulturaustausch: Gelungene Vernissage südmährischer Künstler in Retz

In Retz und der Partnerstadt Znaim setzt man schon seit Jahren auf einen regen Austausch auch im Kulturbereich. Ein besonderer Event im Kulturreigen der Weinstadt war daher auch die Vernissage mit Breclaver und Znaimer KünstlerInnen im Retzer Stadtamt. Neunzehn namhafte Kunstschaffende fanden sich für einen gemeinsamen Auftritt und präsentieren noch bis 28. März eine Auswahl ihrer Bilder und Skultpuren.

Eröffnet wurde die Ausstellung im Beisein zahlreicher Prominenz und Kulturinteressierter aus beiden Ländern von Landtagsabgeordneten Bgm. Richard Hogl in Vertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Nationalrätin Eva-Maria Himmelbauer, Hausherr Bgm. Helmut Koch und sein Vize Alfred Kliegl, Bezirkshauptmann Andreas Strobl und Weinviertel-Geschäftsführer Hannes Weitschacher zeigten sich von der Idee der Ausstellung und den präsentierten Objekten ebenso begeistert wie Senator Pavel Štohl und die beiden Znaimer Vizebürgermeister Jan Blaha und Jakub Malačka. Bei Wein und Brot und zu Brass des Blechbläser Ensembles „Retz-Znojmo“ besprach man die weiteren Schritte hinsichtlich der gemeinsamen Bewerbung um die NÖ Landesausstellung 2021. Bezirkshauptmann Andreas Strobl: „Ähnlich wie in Retz ist auch eine Ausstellung österreichischer KünstlerInnen in Znaim geplant! Wir wollen damit auch aufzeigen, dass wir sehr stark auf die Kultur als eines der großen Themen bei der Bewerbung um die Landesschau setzen und den bereits jahrelang bestehenden Austausch auf diesem Gebiet weiter ausbauen wollen!“

Initiiert, kuratiert und organisiert wurde die Ausstellung von der Obermarkersdorfer Künstlerin Anita Windhager, die mit ihrem „Atelier ARTani“ und der „Vereinigung der Breclaver KünstlerInnen“ schon seit Jahren erfolgreich einen Kulturaustausch pflegt.

Foto: von li nach re: NR Eva-Maria Himmelbauer, LAbg. Bgm. Richard Hogl, Vizebgm. Jakub Malačka, Vizebgm. Alfred Kliegl, Vizebgm. Jan Blaha, Senator Pavel Štohl, Bgm. Helmut Koch, StadtR Stefan Lang.

 

Grenzüberschreitende Musik-Partnerschaft: Blechbläser Ensemble „Retz–Znojmo“ spielt beim Frühjahrskonzert in Pulkau auf

Ein weiteres Mal zeigt man im Retzer Land mit dem Engagement eines grenzüberschreitenden Ensembles bei einer Veranstaltung, dass der grenzenlose Kulturaustausch schon selbstverständlich ist. Das „Europahaus“ und die Stadtgemeinde Pulkau laden am Samstag, dem 24. März, ab 19 Uhr zum Benefizabend in den Stadtsaal. Der Erlös (Eintritt 12 Euro bzw. 10 Euro im Vorverkauf) kommt zur Gänze der Jugendarbeit „für eine bessere Völkerverständigung zugute“!

In der Wein- und Kulturstadt Pulkau praktiziert man schon seit vielen Jahren „grenzenlose Gastfreundschaft“ und lädt zu internationalen Jugendtreffen in das von Kaplan August Paterno initiierte „Europahaus“. Nicht zuletzt in Hinblick auf die Bewerbung um die Niederösterreichische Landesausstellung 2021 in Retz – Znojmo/Znaim setzt man ein musikalisches Zeichen, indem man für das Konzert am 24. März auch das Blechbläser-Ensemble „Retz–Znojmo“ mit Vertretern des Musikschulverbandes Retzer Land und der Kunstschule Znojmo engagierte.

Pulkaus Bürgermeister Manfred Marihart: „Im Vorfeld der Bewerbung um die Landesschau haben wir auch unsere Vorhaben rund um diese bekanntgegeben. Ein Schwerpunkt ist auch die verstärkte Zusammenführung der Wein- und Waldviertler und Mährischen Jugend durch gemeinsame Veranstaltungen im Europahaus Pulkau.“ Und das Stadtoberhaupt weiter: „Im Prinzip wächst seit der Grenzöffnung vor fast dreißig Jahren wieder zusammen, was lange getrennt war!“

Moderation und Interviews mit Pfarrer Jerome Ciceu, Bürgermeister Manfred Marihart und Präsident Mag. Erwin Hameseder liegen in den bewährten Händen der ORF NÖ Moderatorin Julia Schütze. Neben dem Blechbläser-Ensemble spielt auch das Jazz Ensemble Eggenburg auf. Dazu gibt es kulinarische Schmankerl aus der Region.

Foto: Verein Retz 2021/Raab

 

Lebendige Nachbarschaft – Künstler aus Südmähren präsentieren ihre Werke in Retz

Einmal mehr zeigt man in der Weinstadt Retz, dass man ein Ort des grenzüberschreitenden Kulturaustausches ist und lädt am Freitag, dem 16. März, um 18:30 Uhr in das Stadtamt zu einer Ausstellungseröffnung der ganz besonderen Art.

Bei der Ausstellung „Lebendige Nachbarschaft – Kunst aus Südmähren in Retz“ – organisiert und veranstaltet von der bekannten regionalen Künstlerin Anita Windhager – zeigen insgesamt neunzehn Breclaver und Znaimer KünstlerInnen Werke aus den Bereichen Malerei, Fotografie, Grafik und Architektur.

Retz, vor Kurzem erst zur „kulturfreundlichsten Gemeinde 2017“ im Bezirk Hollabrunn gekürt, sieht es auch als „ihren“ Auftrag, KünstlerInnen aus dem benachbarten Tschechien eine Plattform zu bieten und beruft sich damit auch auf die in „EINE Kulturlandschaft eingebettete Region und die Jahrhunderte währende Beziehung“. Seit Jahren findet bereits ein reger Austausch zwischen der „Vereinigung der Breclaver KünstlerInnen“ und dem „Atelier ARTani“ aus Obermarkersdorf (Retzer Land-Gemeinde Schrattenthal) statt. Der „Breclaver Kunstsalon“ lädt schon seit Jahren österreichische KünstlerInnen für Ausstellungen ein. Helmut Koch, Bürgermeister von Retz: „Nicht zuletzt durch die Bestrebungen um die NÖ Landesausstellung 2021 hat diese Beziehung eine neue Dimension bekommen, wollen wir doch im Zuge der Austragung der Landesschau auch stark auf das Thema Kultur/Begegnung setzen und den grenzüberschreitenden Kulturaustausch intensivieren!“ Und das Stadtoberhaupt weiter: „Mit der Partnerstadt Znaim kooperieren wir schon seit zwanzig Jahren!“

Eröffnet wird die Ausstellung von Landesrätin Barbara Schwarz in Vertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner im Beisein von Landesrat  Pavel Štohl. Abgerundet wird die Ausstellungseröffnung mit mährischen Schmankerln und Retzer Stadtwein. Musikalisch umrahmt wird die Feier von österreichischen und tschechischen SchülerInnen der Musikschule Retzer Land. Die Ausstellung selbst ist bis 28. März von Montag bis Samstag jeweils von 9 bis 14 Uhr zu besichtigen.

Foto: zVg

 

Neuer Bürgermeister in Znojmo/Znaim: Antrittsbesuch in Retz

Anlässlich der Segnung der Retzer Stadtweine konnte Bezirkshauptmann Andreas Strobl als einer der drei Paten gemeinsam mit dem Hausherrn Helmut Koch und seinem Vize Alfred Kliegl auch den neuen Znaimer Bürgermeister Jan Grois und den ebenfalls neuen Vizebürgermeister Jakub Malačka begrüßen.

Jan Grois, ehemaliger Vizebürgermeister von Znojmo/Znaim, folgt Vlastimil Gabrhel nach, der die Funktion vor Kurzem zurückgelegt hat.
Bei einem Glas Taufwein kam man sich näher und stellte die gemeinsamen Interessen hinsichtlich der NÖ Landesausstellung 2021 in Retz-Znojmo/Znaim in den Mittelpunkt. Vereinsobmann Bgm. Helmut Koch: „Mein Znaimer Kollege und sein Vize haben mir versichert, dass sie für eine grenzüberschreitende Landesausstellung genau so sind wie wir und unsere Bemühungen um den Zuschlag weiterhin unterstützen werden. Ich bin mir sicher, dass die Zusammenarbeit auch auf politischer Ebene weiterhin sehr gut funktionieren wird!“

Foto: Herbert Schleich
Von li. nach rechts: BH Andreas Strobl, Vizebgm. Jakub Malačka, Bgm. Jan Grois, Bgm. Helmut Koch, Vizebgm. Alfred Kliegl.

 

Verein RETZ 2021: Beteiligte Gemeinden haben ihre Vorhaben zur Landesausstellung bekannt gegeben

Rund um die mögliche Niederösterreichische Landesausstellung im Jahr 2021 in Retz – Znojmo/Znaim sollen auch in den Retzer Land Gemeinden Pulkau, Retzbach, Schrattenthal und Zellerndorf sowie in der Nationalpark-Gemeinde Hardegg viele nachhaltig wirkende Projekte gestartet werden. Mit dem Zuschlag für die Ausstellung erhofft man sich auch eine Signalwirkung weit über die Grenzen der Region und auch des Landes hinaus.

In der Wein- und Kulturstadt Pulkau werden noch heuer die fast eintausend Jahre alte St. Michaels-Kirche und der Karner fertig restauriert sein. Beabsichtigt ist auch der Ausbau eines ehemaligen Gasthauses direkt im Zentrum. Hier sollen ein Probenlokal für die Musikkapelle und die örtlichen Chöre und (wieder) ein Gasthaus „entstehen“. Weiters plant man die Revitalisierung des Veranstaltungszentrums Pöltingerhof. Hier sollen zusätzliche Gastbereiche errichtet bzw. auch die bestehende Küche im Stadtsaal modernisiert sowie der Eingangsbereich saniert werden.

In Retzbach setzt man auf bauliche Sanierungsmaßnahmen am „Alten Zollhaus“ in Mitterretzbach. Dieses dann „Haus des Friedens“ genannte Gebäude soll für Dokumentationen über die ,Geschichte der Grenze‘ genutzt werden. Geplant sind auch Sanierungsmaßnahmen am Steg und an den Grundmauern der Wallfahrtskirche beim Hl. Stein und die Auspflanzung eines Naschweingartens, ebenfalls in Mitterretzbach, sowie Verbesserungsmaßnahmen im Bereich der Angergärten in Unterretzbach. Die Schautafeln gehören erneuert.

In der Gemeinde Schrattenthal sind vor allem die Sanierung und Attraktivierung der 1980 errichteten Europawarte in Waitzendorf und des an dieser angrenzenden Rad- und Wanderwegenetzes angedacht. Es benötigt einer entsprechenden Beschilderung und Infrastruktur auch hinsichtlich Bewirtungsmöglichkeiten. In Obermarkersdorf ist ein „Mobiler Marktplatz“ für Bauernmärkte etc. geplant.

In Zellerndorf stehen verschiedene (Sanierungs)Maßnahmen im Tourismusbereich des Gemeindeamtes und am Bildungscampus auf dem Programm. Grenzüberschreitende Konzerte soll es hier ebenso geben wie Autorenlesungen in Kooperationen mit tschechischen Künstlern, Sprachkurse u.v.a.m. Fahrradverleihstationen, Stromtankstellen sollen installiert und Maßnahmen im Bereich des Straßenbaues gesetzt werden, die Themenwege und Kellergassen „weiterentwickelt“ werden. Der Ankauf von Siedlungsgebieten ist geplant.

In Hardegg setzt man naturgemäß auf den grenzüberschreitenden Nationalpark Thayatal/Národní Park Podyjí. Derzeit existiert in Hardegg nur eine direkte Weg-Verbindung zwischen den beiden Schutzgebieten, nämlich die Thayabrücke. Jetzt sollen zusätzlich zwei Hängebrücken über den Grenzfluss errichtet werden, nicht zuletzt um die neuen grenzüberschreitenden Rundwanderwege „Einsiedler“ und „Stadt Hardegg“, die jeweils von Österreich nach Tschechien und wieder zurückführen, realisieren zu können.

In Retz plant man die Sanierung des denkmalgeschützten Schüttkastens und der Räumlichkeiten der ehemaligen Winzergenossenschaft sowie im Zuge der Errichtung des Bildungscampus´ Retz den Bau einer Mehrzweckhalle. Obmann Bgm. Helmut Koch: „Für die Entscheidung durch das Land NÖ für den Zuschlag ist die angestrebte ,Nachnutzung‘ wichtig. Diese ist durch die künftige Kunstschule Retzer Land im Schüttkasten bzw. der Mehrzweckhalle als gemeinsame Einrichtung der Retzer Schulen gegeben“! Neben der benötigten Infrastruktur in den Gebäuden sollen auch weitere Parkplätze geschaffen werden. „Insgesamt sollen 27 Millionen Euro in die Vorhaben in Retz und in den Gemeinden investiert werden“, so das Gemeindeoberhaupt weiter.

Foto: Nationalpark Thayatal/Christian Übl

 

Verein RETZ 2021: Wir sind bereit! Offizielle Bewerbung für NÖ Landesausstellung 2021 abgegeben

Fristgerecht hat der Verein die offizielle Bewerbung für die NÖ Landesausstellung 2021 in Retz – Znojmo/Znaim bei der zuständigen Abteilung im Amt der NÖ Landesregierung abgegeben.  Die Bewerbung steht unter dem Motto „Niederösterreich und Südmähren – Alte Verbindungen neu beleben“.

Um den Antrag zu untermauern, wurde mit dem offiziellen Bewerbungsblatt auch das von Migrationsforscher Niklas Perzi mit einem wissenschaftlichen Team aus Österreich und Tschechien abgestimmte inhaltliche Konzept bzw. Thesenpapier vorgelegt.

Im Fokus des Konzeptes stehen die in eine Kulturlandschaft eingebettete Region mit den Städten Retz und Znojmo/Znaim und ihre Jahrhunderte währende Beziehung mit dem Ziel, möglichst vielen Besuchern deren Eigenheiten aber auch Gemeinsamkeiten aufzuzeigen. Unter dem Begriff „Zeitenwenden 1900 – 2000: Niederösterreich – Mähren in Nachbarschaft“ und damit ausgehend von zwei Jahrhundertwenden, sollen unterschiedliche wie auch gemeinsame Blickpunkte beleuchtet, ein thematischer Bogen von Kulinarik und Weinbau über Architektur und Brauchtum, Alltagskultur und Tourismus bis hin zu Sport und Konsum gespannt werden.

Es soll auch einen Blick in eine gemeinsame Zukunft geben: „Wo sieht man zukünftig Retz und Znaim/Znojmo? Was tun mit der einen Region in Zeiten von ökonomischer ,Entgrenzung‘ und der Wiedergeburt nationalstaatlicher Grenzen? Wie begegnen sich die Menschen, wie finden sie zusammen, was trennt und was verbindet sie?“

Die Wissenschaftler beider Länder sehen eine Vielzahl von Themenfeldern. Diese reichen von der „Region als Ausstellungsraum“, Architektur an und der Grenze, Materialisierung von Staats- und Systemgrenzen wie Zollhäusern, Bunkerlinien und Stacheldraht, über die Excalibur-City und das „Niemandsland“ als Orte der Trennung und Begegnung bis hin zu Aufarbeitung der Beziehungsgeschichte nach 1989, Brauchtum und Formen der Migration. Thematisiert werden aber auch die Land-Stadtbeziehung, die nach 1945 neu besiedelten Dörfer, die Entwicklung der Landschaft unter dem Einfluss der Menschen und weiter zu ethnisch-religiösen aber auch sozialen Minderheiten. Nicht zuletzt geht es auch um Kommunikation via Telefon und Internet sowie Digitalisierung, Mobilität, um Kultur in all ihren Formen, um Kunst und Wissenschaft, den Wein samt Landwirtschaft und Kulinarik sowie die Sprachentwicklung auf beiden Seiten. Mag. Niklas Perzi: „Auch zwischenstaatliche Kontakte und Konflikte – Stichwort AKW Dukovany – und ihre Auswirkungen auf die Region werden nicht ausgespart!“

Die geplanten Ausstellungsorte in Retz, vor allem der denkmalgeschützte Schüttkasten und die Räumlichkeiten der ehemaligen Winzergenossenschaft, und in Znaim/Znojmo das Gelände/Areal rund um die Brauerei und die Znaimer Burg sowie das Kloster Louka sind die idealen Standorte dafür.

Obmann Bgm. Helmut Koch: „Ich setze große Hoffnungen in die Landesausstellung 2021. Die Ausstellung selbst und die damit angedachten Veranstaltungen sind eine großartige Möglichkeit, grenzüberschreitende Projekte zu verwirklichen, Gäste in unsere wunderschöne Region zu bringen und unsere Beziehungen zu den Nachbarn zu intensivieren. Ich erwarte mir neuen Schwung und Zugänge in den Bereichen Bildung, Kultur, Tourismus, Wirtschaft und damit eine nachhaltige Stärkung der Region.“ Das Gemeindeoberhaupt weiter: „Die Grenzöffnung liegt fast dreißig Jahre zurück, nun ist es an der Zeit, dass wir uns auch in einer gemeinsamen Landesausstellung präsentieren!“

Hollabrunns Bezirkshauptmann Andreas Strobl, der sich ebenfalls für die Bewerbung einsetzt: „Ich wünsche der Region Retzer Land – Znaimer Land, dass sie den Zuschlag für die Austragung der NÖ Landesausstellung im Jahr 2021 erhält. Die gemeinsame Geschichte, die langjährige Städtepartnerschaft sowie die Vielfalt an gemeinsam ausgearbeiteten Themen sind ausgezeichnete Voraussetzungen für eine grenzüberschreitende Landesausstellung!“

Fotocredit: Stadtgemeinde Retz/Daniel Wöhrer
Von li. nach re.: Obmann Bgm. Helmut Koch (Retz) und Vizebgm. Jan Grois, MBA (Znaim/Znojmo)

 

Verein RETZ 2021 informierte Landeshauptfrau Mikl-Leitner über den aktuellen Stand der Bewerbung zur NÖ Landesausstellung im Jahr 2021

Beim traditionellen Neujahrsempfang der ÖVP, diesmal im Hotel Althof Retz, konnte der Verein RETZ 2021, allen voran der Hausherr und Obmann Bgm. Helmut Koch mit seinen Bürgermeisterkollegen aus dem Retzer Land und der Nationalpark-Gemeinde Hardegg, einmal mehr seine Bemühungen um den Zuschlag für die Austragung der Landesausstellung 2021 in Retz und Znojmo deponieren.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner zeigte sich erneut sehr  interessiert von der Bewerbung und lud die Vereinsverantwortlichen zum Gruppenfoto.

Fotocredit: VP Hollabrunn/Hans Gschwindl

Von li. nach re. Teilbezirksobmann Stefan Lang, Obmann Bgm. Helmut Koch, Bgm.  Manfred Nigl, Landtagsabgeordneter Bgm. Richard Hogl, Landeshauptfrau Mag. Johanna Mikl-Leitner, Bgm. Alfred Schuster, Tourismusobmann Reinhold Griebler, Bgm. Markus Baier, Bgm. ÖkR Manfred Marihart, Bgm. Mag. Heribert Donnerbauer.

 

 

Verein RETZ 2021 lud zum Infoabend in das Retzer Rathaus

Vor Kurzem luden die Vereinsverantwortlichen zum Infoabend, um der Bevölkerung über den aktuellen Stand für die Bewerbung der NÖ Landesausstellung 2021 sowie die weiteren Schritte zu berichten.

Obmann Bgm. Helmut Koch konnte eine hochkarätig besetzte Delegation aus Znojmo – allen voran Vizebgm. Ludvík Hekrle – ebenso begrüßen wie den künstlerischen Leiter der letzten NÖ Landesausstellung in Pöggstall, Kurt Farasin, und den Hollabrunner Bezirkshauptmann Mag. Andreas Strobl, der auch durch den Abend führte. Die Referenten informierten die rund einhundert Interessierten, darunter das älteste Vereinsmitglied, den 105jährigen Retzer Otto Filipsky, mittels Power Point-Präsentationen und in Interviewform über den Stand der Vorbereitungen.

Bgm. Helmut Koch berichtete auch über die ersten Überlegungen für eine gemeinsame Kooperation Retz – Znojmo im Jahr 2013 und die Aktivitäten des 2016 gegründeten Vereines bis heute.

Kurt Farasin sprach über die Ergebnisse und Erfahrungen der NÖ Landesausstellung 2017 in Pöggstall. 228.501 Besucher waren gekommen, um das Schloss Pöggstall, den zentralen Ausstellungsort, sowie die gesamte Ausstellungsregion zu besuchen. Das Südliche Waldviertel wurde damit nachhaltig gestärkt und hat rund 35 Millionen Euro an zusätzlicher regionaler Wertschöpfung ausgelöst.

DI Hannes Weitschacher sprach über das „Konzept der regionalen Vorbereitung“, über die Stärken und Potentiale der beiden Regionen, die Ziele und die gemeinsamen bzw. grenzüberschreitenden Themen, nämlich Kultur/Begegnung, Kulinarik/Tourismus und Bildung. Nicht zuletzt durch die gemeinsame Geschichte und die bereits in den vergangenen Jahren gesetzten Bemühungen gibt es hier eine Fülle von Bereichen, die für die Landesausstellung aufbereitet werden können. Weitschacher: „Große Themen sind  sicherlich das grenznahe Kulturerbe und der grenzüberschreitende Kulturaustausch, die Intensivierung der Zusammenarbeit im Tourismus, die Entwicklung zu einer Vorzeigeregion im Bereich Genuss und Slow Food und die Entwicklung der Musikschule zur Kunstschule Retz in Kooperationen mit Znojmo!“ Und weiter: „Die ursprüngliche Idee für den Titel der Landesausstellung, Retz Znojmo 2021 bzw. Niederösterreich und Südmähren – alte Verbindungen neu beleben gefällt sowohl dem Land Niederösterreich als auch der Bevölkerung am besten.

Der Znaimer Vizebgm. Ludvík Hekrle informierte über die geplanten drei Ausstellungsorte, nämlich das Areal der Bierbrauerei und der Znaimer Burg sowie das Kloster Louka. Der Umbau des sich hier befindlichen ehemaligen Schulgebäudes wird mit 100 Mio Kronen vorfinanziert. Es handelt sich dabei um ein gemeinsames Projekt Retz – Znojmo, im Zuge dessen auch Teile des Ausstellungsortes Schüttkasten in Retz restauriert werden sollen.

Im Anschluss berichtete der Retzer Stadtamtsdirektor Andreas Sedlmayer über den „Status quo“ der Umbaupläne des Schüttkastens. Hier stehen 300 m2 Ausstellungsfläche zur Verfügung und zusätzlich 3.000 m2 Außenfläche.

Neben dem Schüttkasten (für Kunstschule und Festival), der Weinbauschule (für Unterkünfte und als Ausbildungszentrum) und dem Winzerhaus am Altenberg (als Präsentationsbühne) soll auch ein Gebäude am Retzer Hauptplatz (als Genusswerkstatt) für die Landesausstellung genutzt werden.

Über den weiteren geplanten Ausstellungsort Mehrzwecksaal (künftiger Turnsaal) berichtete Vizebgm. Alois Binder.

Die Bürgermeister der Retzer Land-Gemeinden und der Nationalpark-Gemeinde Hardegg informierten über ihre geplanten Maßnahmen. Für den Hardegger Bürgermeister liegt der Fokus naturgemäß auf dem Nationalpark Thayatal-Podyjí sowie die Errichtung zweier neuer Brücken über die Thaya. Für Pulkau sind es kulturelle Schwerpunkte, die Michaelskirche, die Wiederbelebung des Gasthauses Pulkautalerhof und die verstärkte Zusammenführung der Wein- und Waldviertler sowie Mährischen Jugend; Zellerndorf setzt in Kooperation mit Tschechien auf den Ausbau der Schulen zu einem Bildungscampus und auf die Kellergassen; Schrattenthal auf die Sanierung der Europawarte und die Einbindung der Winzer und für Retzbach sind  wesentlich neben dem Hl. Stein und den Angergärten auch das „Haus des Friedens“ im ehemaligen Zollhaus mit einer Dokumentation über die Geschichte der Grenze.

Quintessence des Abends: Alle erhoffen sich im Vorfeld für die Vorbereitung der Landesausstellung auch einen Motivationsschub. Sowohl die Verantwortlichen als auch die Anwesenden sehen in der Austragung einer grenzüberschreitenden Landesausstellung Retz – Znojmo gute Chancen für den Zuschlag. Wichtig ist die gemeinsame Vorbereitung der grenzüberschreitenden Landesausstellung, also der beiden Städte Retz und Znojmo, um erfolgreich zu sein. Eine Delegation aus beiden Ländern hat ja bereits dem Leiter der Kulturabteilung des Landes Niederösterreich, HR Mag. Hermann Dikowitsch, ein detailliert formuliertes Konzept mit Plänen und Fotos der angedachten Ausstellungsareale in Retz und Znojmo präsentiert. Dikowitsch hat neben einer visualisierten Karte der zukünftigen Ausstellungsorte auch eingefordert, das Thema/den Titel Niederösterreich und Südmähren – alte Verbindungen neu beleben gemeinsam zu schärfen und Kostenaufstellungen und Finanzierungsvorschläge vorzulegen.

Gelebt wurde auch an diesem Abend das Gemeinsame. Zu den Klängen des Blechbläser Ensembles „Retz – Znojmo“ mit Vertretern des Musikschulverbandes Retzer Land und der Kunstschule Znojmo gab es im Anschluss an die Präsentation Wein aus Retz und Bier aus Znojmo.

 

BH Mag. Andreas Strobl, Obmann Bgm. Helmut Koch, Kurt Farasin, Ing. Zuzana Pastrňáková, Dir.  Pavel Trulík, Vizebgm. Ludvík Hekrle, DI Hannes Weitschacher
Fotocredit: Verein Retz 2021/Christine Raab