Verein RETZ 2021: Beteiligte Gemeinden haben ihre Vorhaben zur Landesausstellung bekannt gegeben

Rund um die mögliche Niederösterreichische Landesausstellung im Jahr 2021 in Retz – Znojmo/Znaim sollen auch in den Retzer Land Gemeinden Pulkau, Retzbach, Schrattenthal und Zellerndorf sowie in der Nationalpark-Gemeinde Hardegg viele nachhaltig wirkende Projekte gestartet werden. Mit dem Zuschlag für die Ausstellung erhofft man sich auch eine Signalwirkung weit über die Grenzen der Region und auch des Landes hinaus.

In der Wein- und Kulturstadt Pulkau werden noch heuer die fast eintausend Jahre alte St. Michaels-Kirche und der Karner fertig restauriert sein. Beabsichtigt ist auch der Ausbau eines ehemaligen Gasthauses direkt im Zentrum. Hier sollen ein Probenlokal für die Musikkapelle und die örtlichen Chöre und (wieder) ein Gasthaus „entstehen“. Weiters plant man die Revitalisierung des Veranstaltungszentrums Pöltingerhof. Hier sollen zusätzliche Gastbereiche errichtet bzw. auch die bestehende Küche im Stadtsaal modernisiert sowie der Eingangsbereich saniert werden.

In Retzbach setzt man auf bauliche Sanierungsmaßnahmen am „Alten Zollhaus“ in Mitterretzbach. Dieses dann „Haus des Friedens“ genannte Gebäude soll für Dokumentationen über die ,Geschichte der Grenze‘ genutzt werden. Geplant sind auch Sanierungsmaßnahmen am Steg und an den Grundmauern der Wallfahrtskirche beim Hl. Stein und die Auspflanzung eines Naschweingartens, ebenfalls in Mitterretzbach, sowie Verbesserungsmaßnahmen im Bereich der Angergärten in Unterretzbach. Die Schautafeln gehören erneuert.

In der Gemeinde Schrattenthal sind vor allem die Sanierung und Attraktivierung der 1980 errichteten Europawarte in Waitzendorf und des an dieser angrenzenden Rad- und Wanderwegenetzes angedacht. Es benötigt einer entsprechenden Beschilderung und Infrastruktur auch hinsichtlich Bewirtungsmöglichkeiten. In Obermarkersdorf ist ein „Mobiler Marktplatz“ für Bauernmärkte etc. geplant.

In Zellerndorf stehen verschiedene (Sanierungs)Maßnahmen im Tourismusbereich des Gemeindeamtes und am Bildungscampus auf dem Programm. Grenzüberschreitende Konzerte soll es hier ebenso geben wie Autorenlesungen in Kooperationen mit tschechischen Künstlern, Sprachkurse u.v.a.m. Fahrradverleihstationen, Stromtankstellen sollen installiert und Maßnahmen im Bereich des Straßenbaues gesetzt werden, die Themenwege und Kellergassen „weiterentwickelt“ werden. Der Ankauf von Siedlungsgebieten ist geplant.

In Hardegg setzt man naturgemäß auf den grenzüberschreitenden Nationalpark Thayatal/Národní Park Podyjí. Derzeit existiert in Hardegg nur eine direkte Weg-Verbindung zwischen den beiden Schutzgebieten, nämlich die Thayabrücke. Jetzt sollen zusätzlich zwei Hängebrücken über den Grenzfluss errichtet werden, nicht zuletzt um die neuen grenzüberschreitenden Rundwanderwege „Einsiedler“ und „Stadt Hardegg“, die jeweils von Österreich nach Tschechien und wieder zurückführen, realisieren zu können.

In Retz plant man die Sanierung des denkmalgeschützten Schüttkastens und der Räumlichkeiten der ehemaligen Winzergenossenschaft sowie im Zuge der Errichtung des Bildungscampus´ Retz den Bau einer Mehrzweckhalle. Obmann Bgm. Helmut Koch: „Für die Entscheidung durch das Land NÖ für den Zuschlag ist die angestrebte ,Nachnutzung‘ wichtig. Diese ist durch die künftige Kunstschule Retzer Land im Schüttkasten bzw. der Mehrzweckhalle als gemeinsame Einrichtung der Retzer Schulen gegeben“! Neben der benötigten Infrastruktur in den Gebäuden sollen auch weitere Parkplätze geschaffen werden. „Insgesamt sollen 27 Millionen Euro in die Vorhaben in Retz und in den Gemeinden investiert werden“, so das Gemeindeoberhaupt weiter.

Foto: Nationalpark Thayatal/Christian Übl

 

Verein RETZ 2021: Wir sind bereit! Offizielle Bewerbung für NÖ Landesausstellung 2021 abgegeben

Fristgerecht hat der Verein die offizielle Bewerbung für die NÖ Landesausstellung 2021 in Retz – Znojmo/Znaim bei der zuständigen Abteilung im Amt der NÖ Landesregierung abgegeben.  Die Bewerbung steht unter dem Motto „Niederösterreich und Südmähren – Alte Verbindungen neu beleben“.

Um den Antrag zu untermauern, wurde mit dem offiziellen Bewerbungsblatt auch das von Migrationsforscher Niklas Perzi mit einem wissenschaftlichen Team aus Österreich und Tschechien abgestimmte inhaltliche Konzept bzw. Thesenpapier vorgelegt.

Im Fokus des Konzeptes stehen die in eine Kulturlandschaft eingebettete Region mit den Städten Retz und Znojmo/Znaim und ihre Jahrhunderte währende Beziehung mit dem Ziel, möglichst vielen Besuchern deren Eigenheiten aber auch Gemeinsamkeiten aufzuzeigen. Unter dem Begriff „Zeitenwenden 1900 – 2000: Niederösterreich – Mähren in Nachbarschaft“ und damit ausgehend von zwei Jahrhundertwenden, sollen unterschiedliche wie auch gemeinsame Blickpunkte beleuchtet, ein thematischer Bogen von Kulinarik und Weinbau über Architektur und Brauchtum, Alltagskultur und Tourismus bis hin zu Sport und Konsum gespannt werden.

Es soll auch einen Blick in eine gemeinsame Zukunft geben: „Wo sieht man zukünftig Retz und Znaim/Znojmo? Was tun mit der einen Region in Zeiten von ökonomischer ,Entgrenzung‘ und der Wiedergeburt nationalstaatlicher Grenzen? Wie begegnen sich die Menschen, wie finden sie zusammen, was trennt und was verbindet sie?“

Die Wissenschaftler beider Länder sehen eine Vielzahl von Themenfeldern. Diese reichen von der „Region als Ausstellungsraum“, Architektur an und der Grenze, Materialisierung von Staats- und Systemgrenzen wie Zollhäusern, Bunkerlinien und Stacheldraht, über die Excalibur-City und das „Niemandsland“ als Orte der Trennung und Begegnung bis hin zu Aufarbeitung der Beziehungsgeschichte nach 1989, Brauchtum und Formen der Migration. Thematisiert werden aber auch die Land-Stadtbeziehung, die nach 1945 neu besiedelten Dörfer, die Entwicklung der Landschaft unter dem Einfluss der Menschen und weiter zu ethnisch-religiösen aber auch sozialen Minderheiten. Nicht zuletzt geht es auch um Kommunikation via Telefon und Internet sowie Digitalisierung, Mobilität, um Kultur in all ihren Formen, um Kunst und Wissenschaft, den Wein samt Landwirtschaft und Kulinarik sowie die Sprachentwicklung auf beiden Seiten. Mag. Niklas Perzi: „Auch zwischenstaatliche Kontakte und Konflikte – Stichwort AKW Dukovany – und ihre Auswirkungen auf die Region werden nicht ausgespart!“

Die geplanten Ausstellungsorte in Retz, vor allem der denkmalgeschützte Schüttkasten und die Räumlichkeiten der ehemaligen Winzergenossenschaft, und in Znaim/Znojmo das Gelände/Areal rund um die Brauerei und die Znaimer Burg sowie das Kloster Louka sind die idealen Standorte dafür.

Obmann Bgm. Helmut Koch: „Ich setze große Hoffnungen in die Landesausstellung 2021. Die Ausstellung selbst und die damit angedachten Veranstaltungen sind eine großartige Möglichkeit, grenzüberschreitende Projekte zu verwirklichen, Gäste in unsere wunderschöne Region zu bringen und unsere Beziehungen zu den Nachbarn zu intensivieren. Ich erwarte mir neuen Schwung und Zugänge in den Bereichen Bildung, Kultur, Tourismus, Wirtschaft und damit eine nachhaltige Stärkung der Region.“ Das Gemeindeoberhaupt weiter: „Die Grenzöffnung liegt fast dreißig Jahre zurück, nun ist es an der Zeit, dass wir uns auch in einer gemeinsamen Landesausstellung präsentieren!“

Hollabrunns Bezirkshauptmann Andreas Strobl, der sich ebenfalls für die Bewerbung einsetzt: „Ich wünsche der Region Retzer Land – Znaimer Land, dass sie den Zuschlag für die Austragung der NÖ Landesausstellung im Jahr 2021 erhält. Die gemeinsame Geschichte, die langjährige Städtepartnerschaft sowie die Vielfalt an gemeinsam ausgearbeiteten Themen sind ausgezeichnete Voraussetzungen für eine grenzüberschreitende Landesausstellung!“

Fotocredit: Stadtgemeinde Retz/Daniel Wöhrer
Von li. nach re.: Obmann Bgm. Helmut Koch (Retz) und Vizebgm. Jan Grois, MBA (Znaim/Znojmo)

 

Verein RETZ 2021 informierte Landeshauptfrau Mikl-Leitner über den aktuellen Stand der Bewerbung zur NÖ Landesausstellung im Jahr 2021

Beim traditionellen Neujahrsempfang der ÖVP, diesmal im Hotel Althof Retz, konnte der Verein RETZ 2021, allen voran der Hausherr und Obmann Bgm. Helmut Koch mit seinen Bürgermeisterkollegen aus dem Retzer Land und der Nationalpark-Gemeinde Hardegg, einmal mehr seine Bemühungen um den Zuschlag für die Austragung der Landesausstellung 2021 in Retz und Znojmo deponieren.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner zeigte sich erneut sehr  interessiert von der Bewerbung und lud die Vereinsverantwortlichen zum Gruppenfoto.

Fotocredit: VP Hollabrunn/Hans Gschwindl

Von li. nach re. Teilbezirksobmann Stefan Lang, Obmann Bgm. Helmut Koch, Bgm.  Manfred Nigl, Landtagsabgeordneter Bgm. Richard Hogl, Landeshauptfrau Mag. Johanna Mikl-Leitner, Bgm. Alfred Schuster, Tourismusobmann Reinhold Griebler, Bgm. Markus Baier, Bgm. ÖkR Manfred Marihart, Bgm. Mag. Heribert Donnerbauer.

 

 

Verein RETZ 2021 lud zum Infoabend in das Retzer Rathaus

Vor Kurzem luden die Vereinsverantwortlichen zum Infoabend, um der Bevölkerung über den aktuellen Stand für die Bewerbung der NÖ Landesausstellung 2021 sowie die weiteren Schritte zu berichten.

Obmann Bgm. Helmut Koch konnte eine hochkarätig besetzte Delegation aus Znojmo – allen voran Vizebgm. Ludvík Hekrle – ebenso begrüßen wie den künstlerischen Leiter der letzten NÖ Landesausstellung in Pöggstall, Kurt Farasin, und den Hollabrunner Bezirkshauptmann Mag. Andreas Strobl, der auch durch den Abend führte. Die Referenten informierten die rund einhundert Interessierten, darunter das älteste Vereinsmitglied, den 105jährigen Retzer Otto Filipsky, mittels Power Point-Präsentationen und in Interviewform über den Stand der Vorbereitungen.

Bgm. Helmut Koch berichtete auch über die ersten Überlegungen für eine gemeinsame Kooperation Retz – Znojmo im Jahr 2013 und die Aktivitäten des 2016 gegründeten Vereines bis heute.

Kurt Farasin sprach über die Ergebnisse und Erfahrungen der NÖ Landesausstellung 2017 in Pöggstall. 228.501 Besucher waren gekommen, um das Schloss Pöggstall, den zentralen Ausstellungsort, sowie die gesamte Ausstellungsregion zu besuchen. Das Südliche Waldviertel wurde damit nachhaltig gestärkt und hat rund 35 Millionen Euro an zusätzlicher regionaler Wertschöpfung ausgelöst.

DI Hannes Weitschacher sprach über das „Konzept der regionalen Vorbereitung“, über die Stärken und Potentiale der beiden Regionen, die Ziele und die gemeinsamen bzw. grenzüberschreitenden Themen, nämlich Kultur/Begegnung, Kulinarik/Tourismus und Bildung. Nicht zuletzt durch die gemeinsame Geschichte und die bereits in den vergangenen Jahren gesetzten Bemühungen gibt es hier eine Fülle von Bereichen, die für die Landesausstellung aufbereitet werden können. Weitschacher: „Große Themen sind  sicherlich das grenznahe Kulturerbe und der grenzüberschreitende Kulturaustausch, die Intensivierung der Zusammenarbeit im Tourismus, die Entwicklung zu einer Vorzeigeregion im Bereich Genuss und Slow Food und die Entwicklung der Musikschule zur Kunstschule Retz in Kooperationen mit Znojmo!“ Und weiter: „Die ursprüngliche Idee für den Titel der Landesausstellung, Retz Znojmo 2021 bzw. Niederösterreich und Südmähren – alte Verbindungen neu beleben gefällt sowohl dem Land Niederösterreich als auch der Bevölkerung am besten.

Der Znaimer Vizebgm. Ludvík Hekrle informierte über die geplanten drei Ausstellungsorte, nämlich das Areal der Bierbrauerei und der Znaimer Burg sowie das Kloster Louka. Der Umbau des sich hier befindlichen ehemaligen Schulgebäudes wird mit 100 Mio Kronen vorfinanziert. Es handelt sich dabei um ein gemeinsames Projekt Retz – Znojmo, im Zuge dessen auch Teile des Ausstellungsortes Schüttkasten in Retz restauriert werden sollen.

Im Anschluss berichtete der Retzer Stadtamtsdirektor Andreas Sedlmayer über den „Status quo“ der Umbaupläne des Schüttkastens. Hier stehen 300 m2 Ausstellungsfläche zur Verfügung und zusätzlich 3.000 m2 Außenfläche.

Neben dem Schüttkasten (für Kunstschule und Festival), der Weinbauschule (für Unterkünfte und als Ausbildungszentrum) und dem Winzerhaus am Altenberg (als Präsentationsbühne) soll auch ein Gebäude am Retzer Hauptplatz (als Genusswerkstatt) für die Landesausstellung genutzt werden.

Über den weiteren geplanten Ausstellungsort Mehrzwecksaal (künftiger Turnsaal) berichtete Vizebgm. Alois Binder.

Die Bürgermeister der Retzer Land-Gemeinden und der Nationalpark-Gemeinde Hardegg informierten über ihre geplanten Maßnahmen. Für den Hardegger Bürgermeister liegt der Fokus naturgemäß auf dem Nationalpark Thayatal-Podyjí sowie die Errichtung zweier neuer Brücken über die Thaya. Für Pulkau sind es kulturelle Schwerpunkte, die Michaelskirche, die Wiederbelebung des Gasthauses Pulkautalerhof und die verstärkte Zusammenführung der Wein- und Waldviertler sowie Mährischen Jugend; Zellerndorf setzt in Kooperation mit Tschechien auf den Ausbau der Schulen zu einem Bildungscampus und auf die Kellergassen; Schrattenthal auf die Sanierung der Europawarte und die Einbindung der Winzer und für Retzbach sind  wesentlich neben dem Hl. Stein und den Angergärten auch das „Haus des Friedens“ im ehemaligen Zollhaus mit einer Dokumentation über die Geschichte der Grenze.

Quintessence des Abends: Alle erhoffen sich im Vorfeld für die Vorbereitung der Landesausstellung auch einen Motivationsschub. Sowohl die Verantwortlichen als auch die Anwesenden sehen in der Austragung einer grenzüberschreitenden Landesausstellung Retz – Znojmo gute Chancen für den Zuschlag. Wichtig ist die gemeinsame Vorbereitung der grenzüberschreitenden Landesausstellung, also der beiden Städte Retz und Znojmo, um erfolgreich zu sein. Eine Delegation aus beiden Ländern hat ja bereits dem Leiter der Kulturabteilung des Landes Niederösterreich, HR Mag. Hermann Dikowitsch, ein detailliert formuliertes Konzept mit Plänen und Fotos der angedachten Ausstellungsareale in Retz und Znojmo präsentiert. Dikowitsch hat neben einer visualisierten Karte der zukünftigen Ausstellungsorte auch eingefordert, das Thema/den Titel Niederösterreich und Südmähren – alte Verbindungen neu beleben gemeinsam zu schärfen und Kostenaufstellungen und Finanzierungsvorschläge vorzulegen.

Gelebt wurde auch an diesem Abend das Gemeinsame. Zu den Klängen des Blechbläser Ensembles „Retz – Znojmo“ mit Vertretern des Musikschulverbandes Retzer Land und der Kunstschule Znojmo gab es im Anschluss an die Präsentation Wein aus Retz und Bier aus Znojmo.

 

BH Mag. Andreas Strobl, Obmann Bgm. Helmut Koch, Kurt Farasin, Ing. Zuzana Pastrňáková, Dir.  Pavel Trulík, Vizebgm. Ludvík Hekrle, DI Hannes Weitschacher
Fotocredit: Verein Retz 2021/Christine Raab

 

Verein RETZ 2021 LÄDT ZUM INFOABEND IN DAS RETZER RATHAUS

Um die Bevölkerung über den aktuellen Stand der Bewerbung für die „NÖ Landesausstellung 2021“ zu informieren, lädt der Verein Retz 2021 zum

INFOABEND.
WANN: Dienstag, 28. November 2017, 19 Uhr
WO: Bürgersaal des historischen Rathauses in Retz – Hauptplatz

Der Verein war heuer wieder sehr aktiv. Neben zahlreichen Arbeits- und Vorstandssitzungen – immer mit Beteiligung der tschechischen Seite – wurden der Presseverteiler und die sozialen Medien bedient, die Website www.retzznojmo2021.eu regelmäßig aktualisiert. Grenzüberschreitende Konzerte wurden ebenso organisiert wie Mehrzweckhallen in Hinblick auf den Neubau einer Multifunktionshalle in Retz besichtigt, die Schmidatal Gemeinden, entlang der Reblaus-Strecke und des Pulkautales ins Boot geholt.

Mitglieder des Vereins sind beim Weinlesefest in Retz und beim Kürbisfest in Unterretzbach aufgetreten und haben die Bemühungen um den Zuschlag für die Landeausstellung der Öffentlichkeit weiter bekanntgemacht.

Landeshauptfrau Mag. Johanna Mikl-Leitner wurde bei offiziellen Anlässen über die Bewerbung informiert, im September wurde ein Workshop abgehalten, dessen Resultate in die Bewerbungsunterlagen eingearbeitet wurden.

Um sich persönlich ein Bild über die derzeit laufende „NÖ Landesausstellung“ in Pöggstall zu machen, wurde diese sowie Partnerbetriebe zweimal bzw. jeweils mit einer Abordnung von Entscheidungsträgern aus beiden Ländern – unter ihnen der zuständige Kreisrat für Kultur in Südmähren, Tomáš Soukal – besucht. Mit dem Geschäftsführer und dem künstlerischen Leiter der Landesausstellungen – Guido Wirth und Kurt Farasin – ist man in ständigem Kontakt.

Ende Oktober legte eine Delegation aus beiden Ländern – an der Spitze die Bezirkshauptleute Andreas Strobl (Hollabrunn) und Stefan Grusch (nunmehr Gmünd), NR Eva-Maria Himmelbauer sowie der Znaimer Bürgermeister Vlastimil Gabrhel – dem Leiter der Kulturabteilung des Landes Niederösterreich, HR Mag. Hermann Dikowitsch, ein detailliert formuliertes Konzept mit Plänen und Fotos des angedachten Ausstellungsareals „Schüttkasten“ in Retz sowie Vorschlägen für den Besuch von Ausflugszielen nach dem Besuch der Landesausstellung in Retz und Znaim präsentiert. Alle Retzer Land Gemeinden sowie die Nationalparkgemeinde Hardegg auf österreichischer Seite sollen eingebunden werden.

Der Verein erhielt u.a. den Auftrag, das Thema/den Titel „Niederösterreich und Südmähren – alte Verbindungen neu beleben“ zu schärfen, Kostenaufstellungen und Finanzierungsvorschläge vorzulegen.

 

Verein RETZ 2021: Kreisrat von Südmähren informierte sich über diesjährige Landesausstellung in Pöggstall

Um sich persönlich ein Bild über die derzeit laufende NÖ Landesausstellung zu machen, besuchte der zuständige Kreisrat für Kultur in Südmähren, Herr Tomáš Soukal, in Begleitung einer prominent besetzten Delegation aus Österreich und Tschechien das Schloss Pögstall, Mittelpunkt der diesjährigen Ausstellung.

Hochkarätig auch das „Empfangskomitee“ für die Abordnung aus den beiden Nachbarländern – unter ihnen die Znaimer Stadträtin Ludmila Šikýřová , der Gmünder Bezirkshauptmann HR Mag. Stefan Grusch, Honorarkonsul Mag. Georg Stöger sowie der Retzer Bürgermeister Helmut Koch. Für konstruktive Gespräche und Fragen vor Ort standen LAbg. Karl Moser (i.V. für Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner), Pöggstals Bürgermeisterin Margit Strasshofer, der künstlerische Leiter der NÖ Landesausstellung Kurt Farasin und Mag. Katka Krejcova von der NÖ Kulturabteilung zur Verfügung. Letztere ist auch für die grenzüberschreitende Kulturarbeit zuständig.

Nach einer Kurzführung durch die Landesausstellung „Alles was Recht ist“ und Besuch bei Partnerbetrieben traf man sich zu einem kleinen Empfang und Erfahrungsaustausch im Rondell des Schlosses, zu dem Mag. Niklas Perzi (Migrationsforscher) und Mag. Ulrike Vitovec (Museumsförderung Land NÖ, Museumsberatungen und Projektentwicklung) ebenso wie Geschäftsführer Guido Wirth und Weinviertel-Manager DI Hannes Weitschacher dazu stießen.
Kreisrat Tomáš Soukal zeigte sich von der Landesausstellung und den besuchten Betrieben beeindruckt und versprach, Kreishauptmann Bohumil Šimek entsprechend und positiv zu berichten. Quintessence des Besuches: „Ein gemeinsames Kennenlernen ‚auf Augenhöhe‘ ist wichtig. Es gibt bereits viele Gemeinsamkeiten, die intensiviert werden müssen, Vorhandenes wie z.B. das Internationale Musikfestival ‚Concentus Moraviae‘ soll gestärkt werden. Ein gewisser Austausch ist nicht zuletzt im Bereich des Förderprogrammes Interregg bereits vorhanden. Und wir können von einander lernen!“

Offene Stammtische abwechselnd in Retz und in Znojmo sowie regelmäßige Treffen der Kulturabteilungen werden angepeilt, ebenso wie ein zeitnahes Treffen auf politischer Ebene, nämlich von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Kreishauptmann Bohumil Šimek.
„Wir sind zuversichtlich, den Zuschlag für die Austragung der NÖ Landeausstellung 2021 in Retz – Znojmo zu bekommen, wenngleich es dafür noch großer Anstrengungen bedarf“, bekräftigt Bürgermeister Koch. „Gemeinsam mit Partnern beider Länder aus verschiedensten Bereichen wie Gastronomie, Landwirtschaft, Tourismus aber auch Wirtschaft und Kultur werden wir in den nächsten Wochen intensiv am Gesamtkonzept arbeiten“, so das Gemeindeoberhaupt.

Foto: Verein Retz 2021/Raab
Von li. nach re.
Stanislava Slavíková, Mag. Katka Krejcova, Stadträtin Ludmila Šikýřová, LAbg. Karl Moser, Kurt Farasin, Kreisrat Tomáš Soukal, Bürgermeisterin Margit Strasshofer, BH HR Mag. Stefan Grusch, Bgm. Helmut Koch, Honorarkonskul Mag. Georg Stöger, Ing. Zuzana Pastrňáková.

 

Verein RETZ 2021: Wieder gelungener Auftritt beim Retzer Weinlesefest

Die Partnerstädte Retz und Znojmo bewerben sich offiziell um die Austragung der NÖ Landesausstellung 2021. Eine große Gruppe von Vereinsverantwortlichen, unter ihnen NR Eva-Maria Himmelbauer und die Bürgermeister des Retzer Landes sowie der Nationalparkgemeinde Hardegg, hat sich beim Retzer Weinlesefest mit zwei Festwägen einmal mehr für den Zuschlag der Landesausstellung im Jahr 2021 stark gemacht. Mit dabei auch wieder Direktor Pavel Trulik von der „Základní škola a Mateřská škola“ in Znaim und eine Zimbalgruppe, die abwechselnd mit der Grenzlandkapelle Hardegg aufspielte.

Sowohl Besucher als auch Ehrengäste erfreuten sich an den kredenzten Weinen aus dem Retzer Land und an Znaimer Bier.

Sichtlich angetan vom Auftritt waren, neben dem Bundesminister für Inneres, Mag. Wolfgang Sobotka, auch die Bezirkshauptleute Mag. Andreas Strobl und HR Mag. Stefan Grusch.

Fotocredit: Hans Gschwindl, von li. nach re.: BH HR Mag. Stefan Grusch, Vizebgm. Alfred Kliegl, Bgm. Alfred Schuster, Bgm. Helmut Koch, BH Mag. Wolfgang Strobl, LAbg. Bgm. Richard Hogl, Bgm. Markus Baier, Innenminister Mag. Wolfgang Sobotka, Bgm. ÖkR Manfred Marihart, Dir. Pavel Trulik, NR Eva-Maria Himmelbauer, BSc, Bgm. Mag. Heribert Donnerbauer, Christine Raab, GF Christian Übl, BSc, Dr. Erhard Neubauer

Bgm. Manfred Nigl mit Eugen Neubauer

 

Verein Retz 2021 lud zum Workshop zur geplanten NÖ Landesausstellung: Ergebnisse fließen in die Bewerbung ein

Zahlreiche Interessierte waren der  Einladung des Vereines Retz 2021 gefolgt und ins Retzer Rathaus gekommen, um am Workshop für die Bewerbung um die Landesausstellung 2021 in Retz und Znojmo teilzunehmen. Obmann Bgm. Helmut Koch konnte nebst VertreterInnen aus der Partnerstadt, den Arbeitsgruppen, Engagierten aus Politik, Tourismus/Gastronomie und Wirtschaft sowie aus dem Bildungsbereich überdies Nationalrätin Eva-Maria Himmelbauer, Bezirkshauptmann Stefan Grusch und Weinviertel-Geschäftsführer Hannes Weitschacher begrüßen. Dieser präsentierte den Anwesenden die gemeinsamen Themen der grenzüberschreitenden Region Retzer Land – Znaimer Land, die Ziele, das vorläufige Motto, die Themenfelder der Landesausstellung und womit neue Impulse gesetzt werden sollen. Als gemeinsame Schwerpunkte nannte er neben Kultur und Genuss (Slow Food) auch die Bereiche Tourismus und Gastronomie sowie die Bildungskooperationen.

Im Zuge der künftigen Landesausstellung sollen unter dem Motto „Tafelfreuden – grenzenlos“ vor allem die Stärken beider Regionen „vor den Vorhang“ geholt werden mit dem Ziel, sich als EINE Genuss- und Kulinarikregion mit ihrer unglaublichen Genussvielfalt zu positionieren.

Eine Genusswerkstatt unter Einbeziehung des Landesweinguts und Gut Altenberg Retz in Kooperation mit Produzenten und Winzern beider Länder ist ebenso angedacht wie ein Ausbildungszentrum für regionale Produkte und Küche samt Einbindung und Weiterentwicklung der Höheren Lehranstalt für Tourismus in Retz. Zu den vorhandenen Stärken zählt alles rund um den Weinbau und die dazugehörigen kulturhistorisch wertvollen Weinkeller und Kellergassen. Landwirtschaftliche Produkte vom Bärlauch und Spargel bis zur Artischocke, Retzer (und Znaimer) Gurke und Kürbis versprechen kulinarische Höhenflüge. Die Tafel ist reich gedeckt im Retzer Land und Znaimer Land. Lebensmittelhandel, Gastronomie und Buschenschenken sind genauso gefragt wie Ab-Hof-Betriebe und Bauernläden.

Hannes Weitschacher: „Nicht zu vergessen sind das gemeinsame Brauchtum, die verbindende Esskultur, die traditionellen Feste, die mit Ausstellungen, Musik und Lesungen abgerundet werden können, und die allesamt im Zuge einer Landesausstellung sowie darüber hinaus perfekt in Szene gesetzt werden können!“

Die TeilnehmerInnen gaben im Rahmen eines „World Cafe“ zu den genannten Themenfeldern zahlreiche Anregungen und Ideen ab. Die Resultate werden nun in die Bewerbungsunterlagen eingearbeitet und im Herbst an die zuständigen Stellen im Land Niederösterreich übergeben.

Foto: NÖN/Karin Widhalm
Von li. nach re.: DI Hannes Weitschacher, Obmann Bgm. Helmut Koch, NR Eva-Maria Himmelbauer,  BSc, BH HR Mag. Stefan Grusch

 

Verein Retz 2021: Retz und Znaim rücken näher zusammen: Grenzüberschreitendes Konzert beim Hl. Stein in Mitterretzbach

Um nicht nur den Einheimischen, sondern auch der in Südmähren ansässigen Bevölkerung traditionelle Musik aus dem Weinviertel, die „Kirtagsmusi“, (wieder) näher zu bringen, veranstaltet man beim Kraftplatz Hl. Stein in Mitterretzbach ein Konzert der Sonderklasse: Am Samstag, dem 9. September, spielt hier ab 17.30 Uhr die „Weinviertler Kirtagsmusik“ auf. Sie verwöhnt mit Musikstücken, die vorwiegend an den Kirtagen gespielt wurden. Dazu gehören Polkas ebenso wie Walzer und Märsche.

Nicht zuletzt aufgrund der gemeinsamen Aktivitäten rund um die Bewerbung für die NÖ Landesausstellung 2021 „kommen sich die Partnerstädte Retz und Znaim immer näher“. Das Interesse sowohl diesseits als auch jenseits der ehemaligen Grenze, die jeweilige Kultur der Nachbarn kennen zu lernen, ist enorm.

Stärken für das Konzert kann man sich übrigens schon ab 15 Uhr bei der Weinschenke direkt beim Hl. Stein.

Foto: Altmann

 

Zu Besuch in der Kunstschule Znojmo

Eine Abordnung des Lehrkörpers des Musikschulverbandes  Retzer Land unter der Leitung von MD Mag. Gerhard Forman besuchte die Kunstschule Znojmo, Abteilung Malerei, um sich vor Ort über Lehrinhalte, Ausbildungsstandards und deren Umsetzung zu informieren. Der Musikschulverband Retzer Land zeigt vehement Interesse an der Entwicklung zur Kunstschule. Das Konzept ist im Entstehen, dieses soll Raum für Experimente, Kommunikation und die gezielte Aneignung künstlerischer Methoden, Techniken und Medien schaffen.
Der Direktor der Kunstschule Znaim, Dir. Jaromir Berka und seine Abteilungsleiterin für den Kunstbereich, führten die interessierten Musikschulpädagoginnen durch das Gebäude und erklärten den Lehrplan. Viele Anschauungsstücke begeisterten die Delegation aus Retz!