Verein RETZ 2021: Beteiligte Gemeinden haben ihre Vorhaben zur Landesausstellung bekannt gegeben

Rund um die mögliche Niederösterreichische Landesausstellung im Jahr 2021 in Retz – Znojmo/Znaim sollen auch in den Retzer Land Gemeinden Pulkau, Retzbach, Schrattenthal und Zellerndorf sowie in der Nationalpark-Gemeinde Hardegg viele nachhaltig wirkende Projekte gestartet werden. Mit dem Zuschlag für die Ausstellung erhofft man sich auch eine Signalwirkung weit über die Grenzen der Region und auch des Landes hinaus.

In der Wein- und Kulturstadt Pulkau werden noch heuer die fast eintausend Jahre alte St. Michaels-Kirche und der Karner fertig restauriert sein. Beabsichtigt ist auch der Ausbau eines ehemaligen Gasthauses direkt im Zentrum. Hier sollen ein Probenlokal für die Musikkapelle und die örtlichen Chöre und (wieder) ein Gasthaus „entstehen“. Weiters plant man die Revitalisierung des Veranstaltungszentrums Pöltingerhof. Hier sollen zusätzliche Gastbereiche errichtet bzw. auch die bestehende Küche im Stadtsaal modernisiert sowie der Eingangsbereich saniert werden.

In Retzbach setzt man auf bauliche Sanierungsmaßnahmen am „Alten Zollhaus“ in Mitterretzbach. Dieses dann „Haus des Friedens“ genannte Gebäude soll für Dokumentationen über die ,Geschichte der Grenze‘ genutzt werden. Geplant sind auch Sanierungsmaßnahmen am Steg und an den Grundmauern der Wallfahrtskirche beim Hl. Stein und die Auspflanzung eines Naschweingartens, ebenfalls in Mitterretzbach, sowie Verbesserungsmaßnahmen im Bereich der Angergärten in Unterretzbach. Die Schautafeln gehören erneuert.

In der Gemeinde Schrattenthal sind vor allem die Sanierung und Attraktivierung der 1980 errichteten Europawarte in Waitzendorf und des an dieser angrenzenden Rad- und Wanderwegenetzes angedacht. Es benötigt einer entsprechenden Beschilderung und Infrastruktur auch hinsichtlich Bewirtungsmöglichkeiten. In Obermarkersdorf ist ein „Mobiler Marktplatz“ für Bauernmärkte etc. geplant.

In Zellerndorf stehen verschiedene (Sanierungs)Maßnahmen im Tourismusbereich des Gemeindeamtes und am Bildungscampus auf dem Programm. Grenzüberschreitende Konzerte soll es hier ebenso geben wie Autorenlesungen in Kooperationen mit tschechischen Künstlern, Sprachkurse u.v.a.m. Fahrradverleihstationen, Stromtankstellen sollen installiert und Maßnahmen im Bereich des Straßenbaues gesetzt werden, die Themenwege und Kellergassen „weiterentwickelt“ werden. Der Ankauf von Siedlungsgebieten ist geplant.

In Hardegg setzt man naturgemäß auf den grenzüberschreitenden Nationalpark Thayatal/Národní Park Podyjí. Derzeit existiert in Hardegg nur eine direkte Weg-Verbindung zwischen den beiden Schutzgebieten, nämlich die Thayabrücke. Jetzt sollen zusätzlich zwei Hängebrücken über den Grenzfluss errichtet werden, nicht zuletzt um die neuen grenzüberschreitenden Rundwanderwege „Einsiedler“ und „Stadt Hardegg“, die jeweils von Österreich nach Tschechien und wieder zurückführen, realisieren zu können.

In Retz plant man die Sanierung des denkmalgeschützten Schüttkastens und der Räumlichkeiten der ehemaligen Winzergenossenschaft sowie im Zuge der Errichtung des Bildungscampus´ Retz den Bau einer Mehrzweckhalle. Obmann Bgm. Helmut Koch: „Für die Entscheidung durch das Land NÖ für den Zuschlag ist die angestrebte ,Nachnutzung‘ wichtig. Diese ist durch die künftige Kunstschule Retzer Land im Schüttkasten bzw. der Mehrzweckhalle als gemeinsame Einrichtung der Retzer Schulen gegeben“! Neben der benötigten Infrastruktur in den Gebäuden sollen auch weitere Parkplätze geschaffen werden. „Insgesamt sollen 27 Millionen Euro in die Vorhaben in Retz und in den Gemeinden investiert werden“, so das Gemeindeoberhaupt weiter.

Foto: Nationalpark Thayatal/Christian Übl

 
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